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Whiskeytastisch: Whiskey, Viele Tage Arbeit, Stunden voller Genuss

 

Sehr geehrte Whiskey-Freunde,

was gibt es schöneres als an seinem Lieblingsplatz zu verweilen und einem Moment des Genusses frönen. Tauchen Sie in die Welt von Whiskeytastisch.de ein, denn wir möchten ihnen das nötige Fachwissen vermitteln. Ob Neuling oder erfahrener Whiskey-Genießer, durchstöbern Sie unser Angebot und entdecken Sie den ein oder anderen exotischen Tropfen, die wir für Sie ausgesucht haben.

 

Was ist Whiskey überhaupt?

„Uisge Beatha“ – das Wasser des Lebens – nannten die alten Schotten die meist goldbraune Flüssigkeit. Einen guten Whiskey herzustellen ist für viele Menschen Mysterium und Wissenschaft zugleich. Jede Destille bringt bei der Herstellung ihre ganz eigene Note in „das Lebenselixier“. So entstehen unzählige Varianten sowie Unterarten. Single Malt, Blended Whisky und Bourbon Whiskey sind die wohl bekanntesten Vertreter in Deutschland.

Das Destillat ist keinesfalls „unique“, es gibt nicht den einen besonderen Whisky. Das große Universum, das es zu entdecken gilt, ist die Herausforderung. Eine Weisheit besagt, „Es dauert lange ein Kenner zu werden, aber es ist eine verdammt schöne Zeit“.

Nur wenige Destillate zeigen sich so facettenreich wie ein hervorragender Whiskey. Besonders in den letzten Jahren ist die Auswahl enorm gestiegen. Neben den Klassikern aus Schottland findet man Whiskeys aus Ländern, die Sie vielleicht noch nicht kannten. Irland, USA oder kanadische Kreationen gehören zu den bekannteren. Nach und nach drängen Whiskeys aus ehr untypischen Ländern, wie der Schweiz, Österreich, Deutschland, ja sogar Indien auf den Markt. Das Team von Whiskeytastisch.de möchte Sie auf eine Reise quer durch dieses Whiskey Universum entführen.

 

Sprechen Sie die Sprache der Whiskeywelt?

An der Stelle wird aber nicht nach Gälisch oder Englisch gefragt, was natürlich ein persönlicher Vorteil wäre. Gemeint ist die Fachsprache der Whiskeygemeinde. Um sich zurecht zu finden beim Erforschen und Kennlernen der Whiskeywelt kann das Erlernen der Fachbegriffe sehr hilfreich sein. Ob bei der Herstellung oder ob es sich um die verschiedenen Varianten handelt, es gibt eine Vielzahl an Fachwörtern. Nachfolgen möchten wir ihnen diese näherbringen. Die wichtigsten Begriffe aus dieser Fachsprache haben wir für Sie zusammengetragen und aufbereitet. Tauchen Sie in die Faszination Whiskey ein.
Wir wünschen ihnen viel Spaß dieses Mysterium zu erforschen…

 

 

Die Herstellung- was einen guten Whiskey ausmacht

Kennen Sie die Bezeichnung Grist oder Wash?

Die klassische Herstellung eines Malt Whiskey wird mit gemälztem Getreide durchgeführt. Das heißt, bevor das Getreide keimen lässt, wird es eingeweicht. In einem weiteren Arbeitsschritt wird das Getreide auf Darrböden (Kiln) mit heißer Luft getrocknet. Dies geschieht manchmal auch mittels Torfrauch, der dem späteren Whiskey seine rauchig/torfige Note verleiht.

Jetzt wird eine Art Vollkornmehl aus dem entstandenen Malz gemahlen. „Grist“ ist der Name dieses Produkts. Dieser „Grist“ wird zunächst mit heißem Wasser „ausgewaschen“. So entsteht Stärke, die aus dem Wasser und dem Mehl gewonnen wird.
Diese Flüssigkeit wiederrum hört auf den Namen „Wort“. Mit Hilfe von Washbacks (Gärtank), sowie der Zugabe von Hefe wird eine Art Bier vergoren.

Im Gärtank entsteht der sogenannte „Wash“. Der Name „Wash“ kommt, wie man sich schon denken kann, von den Washbacks. Der bierähnliche, schwache Alkohol, wird meist zweimal destilliert. In diesem Punkt gibt es einen Unterschied zu irischem Whiskey, der meist dreimal destilliert wird.

Das Gesetz sieht vor, das der so gewonnene Whiskey mindestens drei Jahre in Eichenfässern gelagert werden muss. Ist der Reifeprozess beendet, wird der Whiskey normalerweise auf Trinkstärke verdünnt und kältefiltriert bevor es zur Abfüllung geht.

 

 

Brennerguide

Unumstritten ist der Scotch Whisky der Klassiker unter den Whiskys. Wir möchten ihnen einen besseren Überblick zu geben. Sie haben hier die Möglichkeit die verschiedenen Regionen Schottlands, Irlands, der USA und etwas Exotischere Gebiete zu erforschen. Das Angebot ist nachhaltig und sehr spannend. Wir möchten ihnen zeigen wo ihr Lieblingswhiskey seinen Ursprung hat.

 

Hier eine Kurzbeschreibung der Whisk(e)yregionen

Reif für die Insel? Die Klassiker, die schottisch-irischen Region

 

 

Die Speyside

Hier befindet sich sozusagen das Silicon Valley der Whisky Produktion Schottlands. Entlang eines Flusses, der Spey, liegen 48 Destillerien, die das Herzstück bilden. Auf Eleganz und samtige Fülle wird hier das Augenmerk gelegt. Das Angebot dieser Region ist sehr breit. Die Produktionshallen der Tormore-, Glentauchers-, Inchgower- und Benrinnes Destillen sind hier beheimatet.

Islay

Diese kleine, ganz besondere Insel wird als Schottlands „Whisky-Insel“ verehrt. Vor der Westküste Schottlands liegt die 40 km lange Insel. Die steinigen Buchten und die geschützten Küstenabschnitte beheimaten trotz dieser Vorgaben acht aktive Brennereien.
Diese schroffe Schönheit bildet ein Whiskey dieser Region im Glas wieder. Bevorzugt man einen sehr torfigen und rauchigen Single Malt, gerne auch als Single Cask, kommen Sie hier voll auf ihre Kosten. Einer überwältigenden Beliebtheit erfreuen sich die Produzenten wie Bunnahabhain, Caol Ila, Laphroaig oder Bowmore.

 

Die Highlands

Sind nicht nur ein schönes Fleckchen Erde, nein, Sie ist auch die Heimat bekannter und beliebter Whiskys, von besten Destillerien. Geografisch gesehen ist dieser Teil Schottlands die größte Region. Vom Norden aus in Orkney gesehen bis zur Isle of Arran im Süden und von Aberdeenshire im Osten bis zu den Äußeren Hebriden im Westen, erstrecken sich die Grenzen. Somit kann man dieser Region auch keinen typischen Geschmack eines Whiskys zuweisen.
Allgemein gefasst sind diese sehr vollmundig. Der eine ist torfig oder rauchig, andere wiederum kräftig. Ein Highland Malt aus Dalwhinnie ist dagegen überraschend zart im Geschmack. Die individuellen Eigenschaften der Single Malts, je nach Brennerei und Region machen die Faszination aus. Das verwendete Wasser, das durch das Vulkangestein fließt oder der torfige Boden haben einen ganz besonderen Einfluss auf das Aroma dieser edlen Tropfen.

Die Lowlands

Ist die Region Schottlands, die Dank des Whisky Booms, die am schnellsten wächst. Bis vor wenigen Jahren gab es mit den aktiven Brennereien Auchentoshan und Glenkinchie nur zwei aktive Brennereien. Im Zuge des Hochlauf der Speyside wurden in den Lowlands immer mehr traditionelle Brennereien geschlossen. Zu dieser Zeit wurden die Malts aus der Speyside Region favorisiert.

Glücklicherweise profitieren die Lowlands vom Whisky Boom. Neben den traditionellen Destillen wie Auchentoshan, die ausschließlich dreifach destilliert, entstehen zurzeit immer mehr New Comer. Wicher und milder, dennoch mit einem eigenen zartmilden Charakter kommen die Single Malts der Lowlands daher.

Campbeltown

Eine glorreiche Geschichte verbirgt sich hinter der Whisky Region im Südwesten Schottlands. Als Mekka der Whiskyproduktion galt die Insel zu Zeiten der Schwarzbrennerei. 30 aktive Destillen waren zu dieser Zeit tätig. Durch die Verschiffung der Destillate nach Amerika stellten die Brennereien ihren Gewinn sicher. Im Jahr 1707 fand die Schwarzbrennerei ein jähes Ende.
Mit dem Act of Union, dem Vereinigungsgesetz, wurde die Grundlage für die Schaffung des Königreichs Großbritannien geschaffen. England erklärte sich bereit die Schulden Schottlands zu übernehmen, natürlich nicht ohne Gegenleistung. So wurde unter anderem das Verbot der Schwarzbrennerei vereinbart. Das Gesetz trat am 16. Februar 1707 in Kraft.
Heute sind es noch lediglich drei Brennereien das Produzieren. Die Campbletown Whiskys stehen in Sachen Rauchigkeit und Salzigkeit in nichts nach. Jedoch kommen bei diesen Tropfen süße Noten und eine ölige Konsistenz hinzu. Eine eigene Whisky Region zu sein will so mancher, aufgrund das nur noch drei Destillen aktiv seien, der Insel absprechen. Wir möchten auf Grund der bewegenden Geschichte dies nicht tun.

Irland, der kleine Bruder

Wo wurde der Whiskey erfunden, diese Frage erregt die Gemüter, die Iren beharren darauf. Die Iren selbst blicken auf eine lange Tradition im Brennereigeschäft zurück. Eindeutig klären lässt sich das heute nicht mehr. Es spricht vieles dafür das der Whiskey in Irland erfunden wurde. Die Schotten jedoch führen teils abenteuerliche Erklärungen an um die Frage zu beantworten.

Wegzudenken aus der Welt der feinen Spirituosen sind die Irish Whiskey nicht, das ist Fakt. Der wohl entscheidende Unterschied zwischen den Destillaten aus Schottland und Irland besteht in der Herstellung.

 

Verschiedene Herstellungarten

Im Gegensatz zu Schottland, dort wir klassisch zweifach gebrannt, wird auf der grünen Insel dreifach gebrannt. Gearbeitet wird auf der irischen Insel mit ungetorftem Malz. Dadurch sind irische Whiskeys leichter und weicher im Gegensatz seinen schottischen Brüdern. Überwiegend süßlich, fruchtig und florale Noten überwiegen hier. Die Produzenten Bushmills, West Cork und Teeling sind die klassischen Vertreter aus Irland.

Freunde der torfigen Variante müssen aber nicht gleich Abschied nehmen. Die Cooley Brennerei bietet hier eine Ausnahme an. Connemara ist der Name des Whiskeys der komplexe Torfaromen mit süßlichem Malz vereint. Sie sehen an Vielfalt mangelt es nicht. Neulinge als auch erfahre Whiskeytrinker kommen auf ihre Kosten.

 

 

Entdecken Sie die Whiskey-Heimat Deutschland

Trotz, dass es zurzeit ca.150 Brennereien gibt, die in der Whiskey Produktion tätig sind, haben diese sich im weltweiten Vergleich bisher noch nicht vor getan. Wir möchten ihnen die aufstrebenden deutschen Whiskeys näher bringen da wir denken, dass diese sich prächtig Entwickeln werden. Ein junger Wirtschaftszweig bildet sich, der nicht auf eine lange Geschichte zurückblicken kann.

Zwei Brennereien die wir Ihnen näher bringen wollen
Glen Els

Derzeit noch Kleinstdestillen wie Glen Els, die in der Brennerei Namens „Hammerschmiede“ herstellen, wollen wir einmal aufgreifen. Im Harz beheimatet wird seit 2002 Whiskey gebrannt. Verstecken müssen sich die Produkte jedoch nicht. Per Hand wird liebevoll jeder Produktionsschritt ausgeführt.

Vorrangig wird in Single Casks oder Jahrgangsabfüllungen gebrannt, es gibt keine Großserien. Aufgrund der Herstellung sind diese Tropfen besonders edel. Die Daueredition von Glen Els hört auf den Namen „The Journey“ die ebenfalls nur in kleinen Batches abgefüllt werden. Um ein ausgewogenes Aroma zu erreichen setzt die Brennerei gezielt verschiedenste Fässer zur Lagerung ein. Die rauchig süßen Holznoten finden ihre Balance in den facettenreichen Fruchtnoten, die von Mandarinen und anderen Trockenfrüchten abstammen.

 

Slyrs

Zum zweiten wäre noch eine bayrische Whiskeymarke hervorzuheben. Slyrs. Die Brennerei Lantenhammer blicken auf 90 Jahren Brennereierfahrung zurück. So können die Brennmeister auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. 2002 wurde ein Whiskey das erste Mal ins Portfolio aufgenommen.

Die Experten von der Obstbrennerei Lantenhammer experimentierten mit verschiedensten Fässern. Heraus kam ein Whiskey der je nach Lagerung reich an unterschiedlichsten fruchtig-süßen Noten war bzw. ist.
Genau diese Entwicklung macht uns Mut, sodass dieser junge Geschäftszweig weiter aufblüht und Whiskeys verschiedenster Arten auf den Markt kommen.

Zu den Produkten ⇒ Hier Klicken

 

Made in USA

Jack Daniels oder Jim Beam dürften jedem ein Begriff sein. Die Großmarken haben in der europäischen Union längst Kultstatus erreicht. Besonders Jack Daniels macht der schottischen Großmarke Johnnie Walker das Leben schwer. Er gilt als Amerikas meist verkaufter Whiskey und spielt weltweit in der obersten Liga mit. Bekannte Filmschauspieler verhelfen der Marke immer wieder dazu nicht in Vergessenheit zu geraten.

Mit Ausnahme einer Destillerie (Wild Turkey) befinden sich alle Brennereien in den Bundesstaaten Kentucky und Tennessee. Mit intensiver Würze und gleichzeitiger Süße begeistert Bourbon. Ein Bourbon aus Kentucky der in die gleiche Kerbe schlägt, jedoch mit einer ausgeprägten Komplexität, stammt von Bulleit.

Rye Whiskey

Doch auch der Rye Whiskey, der 1776 seinen Anfang fand, ist vertreten wenn auch nicht so stark. Trotzdem ist dieser sehr beliebt. Den würzigen Geschmack verdankt der Rye einem Roggenanteil von über 90%. Die Anfänge der Whiskey Herstellung in den Staaten geht auf die Einwanderung von Iren und Briten zurück. Da Gerste zur Produktion in Amerika nur schlecht wuchs suchte man nach Alternativen. Diese fand man im Mais und Roggen. So entstanden die zwei Varianten, die man heute noch schätzt.   

 

 

Japan, zu exotisch für Whiskey?

Jetzt wird es zu exotisch und die Skepsis steigt in Ihnen hoch. Sie werden überrascht sein. Vielleicht finden Sie auch einen neuen Lieblingstropfen.

Whiskys aus Japan lassen viele Herzen von Whiskeyliebhabern höherschlagen. Die Perfektion, Präzision sowie eine hohe Qualität, die in den Produkten steckt sind der Grund hierfür. So verwundert es nicht das Destillate aus Fernost sich ein Platz im Herzen der Whiskeygemeinde ergattern konnte.

 

Seit wann wird Whiskey in Japan gebrannt

Auf dem asiatischen Inselstaat gibt es eine Vielzahl an Destillen, es sind jedoch nur eine Hand voll Brennereien die zusammen mehr als 90% der japanischen Whiskeyproduktion stemmen.

Die älteste Destille von ganz Japan, die Yamazaki Brennerei, produziert seit dem Jahre 1923 Whiskeys. Der erste kommerziell in Japan erfolgreiche Whiskey stammt aus dieser Schmiede. Malt Brennereien sind vergleichsweiße wenig vorhanden, so dass die, die am Markt sind sehr flexibel Produzieren müssen um alle Geschmacksrichtungen zu befriedigen. Jeder Single Malt ist einzigartig aber der Grundtonus der Brennerei bleibt der gleiche.

Ein Konkurrent eröffnet

1934 eröffnete mit der Yoichi Destillerie der Konkurrent der Yamazaki Brennerei ihre Pforten. Grundsätzlich verschiedene Geschmacksprofile trennen die Brennereien. Ein Whiskey aus der Yoichi Brennerei ist ölig, schwer, komplex und ist mit einer richtigen Portion Rauch abgestimmt. Am ehesten zu vergleichen sind diese mit den Erzeugnissen aus der Region Campbeltown aus Schottland.

Der Speyside so nahe

Liebhaber sommerlicher Blumen- und Fruchtnoten ähnlich wie die aus der Speyside in Schottland, kommen bei der Miyagikyo Brennerei voll auf ihre Kosten. Lieblich und weich wird dieser nach dem schottischen Vorbild nachempfunden. 2008 wird der 20-jährige Single Malt von Yoichi zum Besten seiner Klasse gekürt, und das bei den World Whiskey Awards. Geben Sie den japanischen Whiskeys eine Chance, Sie werden nicht enttäuscht sein.