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Islay

Als erstes etwas zum Schmunzeln. Laut Wikipedia leben auf der rund 620m² großen Insel 30000 Schafe, aber nur 3228 Einwohner. Warum ich das hier schreibe? War sagen es ihnen nach ein paar Informationen zu Islay.
„The Queen oft he Hebrides“ wie die Insel genannt wird kann über zwei Fährhäfen, Port Ellen im Südosten und Port Askaig im Nordosten erreicht werden. An sieben Tage die Woche kann die zwei stündige Überfahrt von Kennacraig in Angriff genommen werden.

Angekommen auf der Insel Islay staunen Sie über die spektakuläre Tierwelt und die fabelhaften Landschaften, die sich von den Ufern des Loch Indaal erstrecken. Eine 210 km lange Küste landen nicht nur Whiskyfreunde zum Erforschen ein. Zahlreiche Ruinen und unberührte Strände warten darauf z.B. mit dem Fahrrad erkundet zu werden. Von einem der Fährhäfen aus können Sie zu einer Meeressafai aufbrechen. Mit etwas Glück sehen Sie Delphine, Riesenhaie oder Schweinswale. Ebenso hoch im Kurs bei Besuchern der Insel stehen Fischen, Vogelbeobachtungen und Ponyreiten.

Liebhaber von Meeresfrüchten kommen ebenso auf ihre Kosten wie Whiskyenthusiasten. Umgeben von Wasser findet man sehr gute Restaurants, die den Fisch, sowie andere Köstlichkeiten fangfrisch anbieten. Viele davon befinden sich, wie auch die erste Brennerei Islays in Bowmore. Die gleichnamige Destillerie wurde im Jahre 1779 das erste Mal urkundlich erwähnt. Mit dem Reifungslager No. 1 Vaults verfügt die Brennerei über das weltweit älteste Lager zur Reifung von Scotch Whisky.
Zurzeit sind acht Whisky-Brennereien zu finden, wobei nicht ausgeschlossen ist das noch weitere auf der „Queen“ entstehen. Bei einem Besuch Schottlands sollte diese Insel bei allen Whiskey- und Naturliebhabern ganz oben auf der „TO DO“-Liste stehen. Jetzt aber zurück zu der Frage…

 

Warum haben Flora und Fauna Einfluss auf den Whiskey?

Nun die Antwort sind eigentlich logisch. Auf der Insel die 40 km lang und 32 km breit ist wird eine exzessive Schafhaltung betrieben. Die fantastische Natur beherbergt zahlreiche Tierarten. Kormorane, Seeadler, Austernfischer lassen sich eben Weißwangengänse, die die Insel in Februar besuchen beobachten. Hinzu kommt eine Rotwild-Population von ca.5000 Tieren.
Berücksichtigt man noch die 30000 Schafe, wird der Boden auf Islay besonders gedüngt. Torf, der zum Brennen benutzt und auf der Insel in Hülle und Fülle vorhanden ist, wie auch das Brauwasser werden davon beeinflusst.
Im Süden wird’s torfiger!

Wenn Sie sich schon ein wenig durch die Regale probiert haben ist ihnen vielleicht aufgefallen das, je südlicher die Brennerei steht der Geschmack immer torfiger wird. Wir können sagen, ihr Eindruck täuscht Sie nicht. In den südlichen Regionen Islays verwendet eine Destillerie Wasser, das durch Moore und Torf fließt. Dadurch erhält das Wasser eine braune Färbung und reich an Mineralien. Vielleicht kommt es daher das die einheimischen den Whisky „Lebenselixier“ nennen.

Der salzhaltige Geschmack ist ebenfalls intensiver bei diesen Destillaten, Sie haben Recht. Auf Islay kommt der Wind aus Südwesten. Die Lagerhäuser der Brennereien befinden sich alle samt in der Nähe der Küste. Aber nur im Süden dringt die Meeresluft besonderes gut in den Whisky ein. Wenn Sie eine Flasche öffnen erinnert der Geruch ehr an Jod und Seetang. So wurde mancher Zollbeamte getäuscht, der das alkoholhaltige Malzgetränk fälschlicher Weise für Medizin hielt.

Sie sind Neuling in der Whiskywelt, haben Sie den Mut gefasst einen solchen Whisky zu testen dann könnte es sein das dieser ihnen die Tränen in die Augen treibt. Aber falls nicht wird der Südwind Islays ihr Herz im Sturm erobern.